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Medikamentenkopfschmerz

Wenn es im Kopf pocht und hämmert, sorgen Schmerzmittel für eine schnelle Linderung. Doch wer häufig unter Kopfschmerzen leidet und permanent Medikamente schluckt, läuft Gefahr abhängig zu werden. Denn auch rezeptfreie Schmerzmittel sind nicht ungefährlich. Wer sie zu viel und zu oft einnimmt, gerät in einen gefährlichen Sucht- und Schmerzkreislauf.

Symptome

Betroffene beschreiben den medikamentösen Kopfschmerz ganz unterschiedlich. Mal brennend und einseitig, mal stechend und beidseitig. Die Beschwerden sind mittelstark und verschlimmern sich bei Anstrengung. Einige Patienten reagieren licht- und geräuschempfindlich. Zusätzlich kann der Medikamentenmissbrauch zu Folgeschäden an Gefäßen, Nieren, Leber und Magen führen.

Ursachen

 

Betroffen sind vor allem Menschen mit chronischen Kopfschmerzen. Von chronisch spricht man, wenn die Beschwerden länger als 15 Tage im Monat anhalten. Die meisten denken sich nichts dabei, ein paar "harmlose", rezeptfreie Schmerzpräparate einzuwerfen. Doch wer regelmäßig diese Medikamente einnimmt, gerät schnell in einen tückischen Kreislauf: Die Dosis wird stetig erhöht, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.

Schließlich tritt das Gegenteil an. Die Schmerzen nehmen zu, weil der Organismus mit Entzugserscheinungen reagiert. Der Kopfschmerzpatient ist abhängig geworden. Da ihm das nicht bewusst ist, nimmt er noch mehr Mittel ein, um die Entzugsschmerzen zu lindern - und gerät immer tiefer in den Sucht-Schmerzkreislauf.

 

Diagnose

Es ist nicht leicht, Medikamentenkopfschmerz von anderen Kopfschmerzformen abzugrenzen. Wichtig ist, dass der Betroffene ehrlich ist. Ein Kopfschmerztagebuch ist hilfreich, darin sollte der Patient die Einnahme aller Schmerzmittel verzeichnen.

Behandlung

 

Neben der Schmerzmittelsucht müssen auch eventuelle Folgeerkrankungen behandelt werden. Der Medikamentenkopfschmerz selbst kann nur mit einem Entzug unter ärztlicher Kontrolle behandelt werden. Abhängig von der Verfassung des Patienten wird dieser stationär oder ambulant durchgeführt.

Für den Betroffenen heißt das, dass er über mehrere Wochen Entzugserscheinungen ertragen muss (Kreislaufstörungen, Herzrasen, innere Unruhe, Schlafstörungen, Übelkeit, Erbrechen etc.). Nach einer erfolgeichen Behandlung darf der Patient Schmerzmittel nur noch unter ärztlicher Aufsicht einnehmen.

Alternative Heilmethoden

Bewährt haben sich unter anderem Homöopathie, Phytotherapie und Kneippbehandlungen. Lindernd wirken auch Heilmethoden der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), dazu gehören beispielsweise die Akupunktur und Akupressur. Auch Entspannungstechniken sind hilfreich, z. B. Qi Gong (eine Art Heilgymnastik), Tai Chi (Schattenboxen), Meditation oder Yoga.

Betroffene können zudem einen Schmerzbewältigungskurs besuchen. Das Programm beinhaltet Entspannungsübungen, Fitness, Freizeitaktivitäten und auf Wunsch Kontakt zu Selbsthilfegruppen.

Vorbeugung

 

Wer öfter an Kopfschmerzen leidet, sollte zu sogenannten Monopräparaten greifen. Diese Mittel enthalten nur einen Wirkstoff, das verringert das Abhängigkeitsrisiko. Vorsicht ist hingegen bei Kombinationsmitteln geboten (z. B. mit Koffein oder Codein). Prinzipiell sollten auch rezeptfreie Schmerzmittel nicht länger als zehn Tage im Monat eingenommen werden.

Selbstverständlich wirkt auch eine gesunde Lebensweise vorbeugend. Dazu gehören ausreichend Bewegung, gesunde Ernährung, Vermeiden von Stress, Alkohol und Nikotin.




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