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n`paar gründe für SSV

Für SVV gibt es sehr vielfältige Gründe. Entgegen der Meining vieler Leute ist es nicht so, dass alle, die unter SVV leiden nur Aufmerksamkeit erringen wollen oder es ihnen Spaß macht. Solche Leute mag es zwar vereinzelt auch geben, aber SVV ist in erster Linie eine Art, mit dem inneren Schmerz fertig zu werden. Ein innerer Schmerz, der in vielen Fällen anders einfach nicht zu ertragen ist. Manchmal ist es auch eine Art, den Schmerz für einen selbst sichtbar zu machen. Der innere Schmerz ist manchmal einfach nicht zu fassen, man fühlt ihn, aber man kann ihn nicht bestimmen.

Eine Wunde tut weh, dass weiß jeder. Auch wenn viele Betroffene den Schmerz nicht spüren, wenn sie sich selbst verletzen, so sehen sie doch die Wunde, sie sehen, wie das Blut fließt und das sie noch leben. Sie können ihren Körper wieder spüren und den inneren Schmerz verdrängen, zumindest für eine kurze Zeit. Direkt nach der Selbstverletzung fühlen Betroffene sich oft entpannt und einfach besser, doch schon nach kurzer Zeit kommt die Wut über das eigene Versagen, der Selbsthass kommt wieder hoch und nicht selten führt dies zu einer erneuten Selbstverletzung. Aus diesem Teufelskreis auszubrechen ist sehr schwer und ohne therapeutische Hilfe meistens nicht zu schaffen.

Selbsthass

Menschen, die sich selbst verletzen haben eine stakr negative Einstellung sich selbst gegenüber. Oft suchen sie die Schuld bei sich, wenn in ihrer Umgebung etwas nicht so läuft wie es laufen soll, auch wenn sie mit der Sache eigentlich nichts zu tun haben. Kritik zieht sehr schnell runter, Komplimente und Lob können nicht angenommen werden, da sie in ihrem eigenen Gefühl ja doch nichts wert sind. Kritik hat oft eine verhehrende Wirkung, bereits die kleinste Kritik kann zu Selbstverletzung führen.

Der innere Schmerz

Der innere Schmerz ist oft etwas, was nicht genau geortet werden kann. Selbstverletzung führt zu sichtbaren Wunden und hilft den Betroffenen, den inneren Schmerz zu fassen und manchmal auch zu verstehen. Der innere Schmerz ist oft so stark, dass die Betroffenen ihre Selbstverletzung entweder gar nicht spüren oder soe als angenehm empfunden. Schmerz wird selten empfunden.

Es muss aber nicht unbedingt innerer Schmerz sein, der zur Selbstverletzung führt. Manchmal fühlen Betroffene sich auch einfach taub und leer, zweifeln daran, dass sie wirklich noch existieren. Sie sehen ihren Körper zwar, aber er ist ihnen fremd, er gehört scheinbar nicht zu ihnen selbst, manchmal sehen sie sich auch aus einer ganz anderen Perspektive. Selbstverletzung hilft ihnen da, ihren Körper wieder zu spüren und sich lebendig zu fühlen.




Autoaggression, Gewalt gegen sich selbst, ist eine Antwort auf großen seelischen Druck. Die Ursachen hierfür sind vielfältig: Zum einen bilden schwerwiegende Belastungen wie Misshandlungen, Missbrauch und Traumatisierungen die Grundlage für das Auftreten selbstverletzenden Verhaltens, zum Anderen auch eher unterschwellige Belastungen in Familie, Schule und Freundeskreis. Der innere Druck, Hilflosigkeit, Wut und Enttäuschung sind wie ein Ballon, der bis zum Bersten mit Luft gefüllt ist. Die Betroffenen fühlen sich ohnmächtig gegenüber ihren eigenen Gefühlen und sind emotional abgeschnitten von der Welt. Der zugefügte Schmerz durch die Verletzung wird kaum empfunden, wirkt aber wie eine Erlösung: Endorphine (Glückshormone) werden ausgeschüttet, der körperliche Erregungszustand ebbt ab, die Betroffenen fühlen sich wieder frei und können das Gefängnis ihrer erdrückenden Gefühle für den Moment sprengen.

Doch hier beginnt der Teufelskreis: Selbstverletzendes Verhalten wirkt wie eine Droge: Auf Anspannung erfolgt Entspannung. Auch wenn die Betroffenen sich für ihre Tat schämen und großen Frust empfinden, bleibt die Erkenntnis, dass die Selbstverletzung geholfen hat. Diese positive Erfahrung entwickelt sich zum generalisierten Verhalten und nimmt Suchtformen an. Im chronischen Verlauf können dann bereits kleinere Stress- oder Erregungsauslöser ausreichen, um den Prozess der Selbstverletzung erneut in Gang zu bringen.´

 

 

 

 




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